Bühnenbearbeitung von Peter Hase

Bereits zu einem frühen Zeitpunkt in der Entwicklung einer wunderbaren und skurrilen Bühnenbearbeitung von Beatrix Potters Peter Rabbit™ stand für das künstlerische Team der Enchantment Theatre Company aus Philadelphia (USA) die beste Lösung für ein fantastisches, bewegliches Bühnendesign fest: Großformatdrucke auf Stoff.

„Dem Wesen von [Potters] Erzählung treu zu bleiben, ohne das Buch zu kopieren – das war die Herausforderung, die sich für uns stellte“, erklärt Landis Smith, der für die Produktion verantwortliche künstlerische Leiter des Enchantment Theatre. David Russel, der Bühnenbild, Kostüme und Requisiten für die Produktion Peter Rabbit™ Tales entworfen hat, hielt sich gerade in England auf, als der Vertrag mit dem Nachlass von Beatrix Potter endgültig abgeschlossen wurde. Er sah sich Hunderte von Bildern in der digitalen Bibliothek des Nachlasses an. Die Inspiration zu seinem Design fand Russel schließlich in einigen unveröffentlichten Illustrationen, die er hierbei entdeckt hatte. „Wir hatten den Eindruck, dass Davids extrem detailreiche Entwürfe auf Stoff gedruckt plastischer würden. Dabei hat sich das Verfahren, das Big Image einsetzt, um den Stoff einzufärben, ausgezeichnet für uns bewährt“, erklärt Smith.

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Haltbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und Präzision waren ebenfalls wichtige Aspekte. Smith baute einen Spezialrahmen, der das Verladen und den Aufbau innerhalb von vier Stunden (oder weniger) ermöglichte, unabhängig von den ganz unterschiedlichen Bühnenabmessungen und räumlichen Gegebenheiten, die dem Bühnenteam auf der internationalen Tournee der Produktion begegnen würden. „Es war ein extrem komplexer Entwurf, der sehr viele Entscheidungen erforderte“, so Smith. „Beispielsweise mussten wir festlegen, ob wir zum Beschweren unten am Stoff eine Kette oder eine Stange verwenden sollten – der Stoff wird in zusammengesetzte Träger eingehängt, die auf diese Weise Begrenzungen und Ständer zugleich bilden. Wir entschieden uns auch, einige Scheinwerfer an den Trägern zwischen den Stoffportalen aufzuhängen, um eine optimale Wirkung des Designs von jedem Blickwinkel aus sicherzustellen.“

Smith ging die gesamte Palette an Stoffmustern durch, die Olle Lindqvist, Leiter der US-Niederlassung von Big Image, zur Verfügung gestellt hatte. Am Ende entschied er sich für eine Designlösung, die durchsichtige und undurchsichtige Stoffe kombinierte. „In unserer Zusammenarbeit wurden Olles Detailgenauigkeit und sein enormes Wissen ganz deutlich“, berichtet Smith. „Er konnte aus dem Stand sagen, was mit den jeweiligen Stoffen möglich war und was nicht. Auch wenn ich davon überzeugt war, dass der Druckvorgang funktionieren würde, gab es viele Teile, die zugeschnitten und mit höchster Präzision angepasst werden mussten. Manche wurden gesäumt, andere mit einem heißen Messer geschnitten. Einige Kanten wurden mit Klettband ausgestattet, sodass wir das Bühnenbild schnell aufbauen und wieder abbauen können. Unzählige Aspekte mussten beachten werden, um die reibungslose Funktion und eine optimale Wirkung im Scheinwerferlicht sicherzustellen.“ Lindqvist ergänzt: „Es war ungewöhnlich für uns, zwei verschiedene Stoffe zu einem Drop zu verbinden – dazu kam noch, dass einer der Stoffe, [Trevira Voile], sehr leicht und dünn ist, der andere dagegen, [Rolltex 229], undurchsichtig und schwerer. Unsere Mitarbeiter in der Näherei mussten ein Verfahren erarbeiten, bei dem sich die Nähte weder verziehen noch Falten werfen. Sie probierten verschiedene Lösungen aus, bevor sie sich letztlich dafür entschieden, die beiden Stoffe durch eine gerade Naht mit einer Überlappung von rund 15 mm zusammenzufügen.“

Während der US-Tournee, die derzeit auf Hochtouren läuft, hatte das Bühnenteam reichlich Gelegenheit, das Bühnenbild auf- und abzubauen. Vorstellungen in Kanada und in Übersee zeichnen sich bereits ab. Smith zufolge hält das Design nicht nur den Beanspruchungen der Tournee stand. „Überall, wo wir hinkommen“, berichtet er, „bleibt den Leuten buchstäblich der Mund offen stehen und sie sagen „das ist fantastisch“. Die Zusammenarbeit mit Big Image lief hervorragend, denn die Mitarbeiter des Unternehmens teilen unser Qualitätsbewusstsein und unsere Liebe zum Detail.“

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