ARKDES ZEIGT EINE NEUE SEITE VON JOSEF FRANK

Am 10. März öffneten sich die Türen für die Ausstellung, Josef Frank – Against Design, bei ArkDes. Die Ausstellung wurde erstmals im Jahr 2015 für MAK in Wien produziert. In Österreich ist Josef Frank vor allem als Architekt bekannt, wofür er in Schweden relativ unbekannt ist – das hat ArkDes als Chance gesehen, um ein neues Bild von Josef Frank zu zeigen. Die Hälfte des Materials für die Ausstellung besteht aus Objekten aus Wien und die andere Hälfte kommt aus den Archiven des Designunternehmens „Svenskt Tenn“, die mit Material von ArkDes ergänzt wurden. Big Image hat mehrere große Bilder für die Ausstellung produziert und hatte die Gelegenheit Lena Landerberg, eine Produzentin bei ArkDes, zu interviewen.

Wie haben Sie mit der Struktur und dem Design der Ausstellung gearbeitet?

Wenn du die Gelegenheit bekommst, eine Ausstellung zu zeigen, die von jemand anderem produziert wurde, dann kannst du nicht zu weit von dem ursprünglichen Konzept abweichen. Alles das, was in Wien gezeigt wurde, zeigen wir auch, aber mit einem ganz neuen Set-Design, bei dem Camilla Ed als Set-Designerin auftritt. Während der gesamten Zeit waren wir ständig mit MAK in Kontakt, damit sie sich mit unserer Umsetzung der Ausstellung wohlfühlen.

Um den Fokus mehr auf den Text zu legen und es lesbarer zu gestalten, haben wir mit Bannern in verschiedenen Farben gearbeitet, die von der Grafikagentur Le Bureau produziert wurden. Die benutzen Farben wurden durch die Palette von Joseph Frank inspiriert. Unser Ziel war es, mehr Farbe zu benutzen und gleichzeitig sicherzustellen, dass das Zusammenspiel mit Franks Mustern und dem Rest der Ausstellung gut harmoniert. Aufgrund des großen Ausstellungsraums mit seiner hohen Decke konnten wir problemlos mit großen Bildern arbeiten und konnten darüber hinaus den gesamten Umfang von groß nach klein zeigen.

Die Bilder, die wir vergrößert haben, waren nicht sehr hochauflösend und schon ziemlich alt. Wir waren etwas besorgt, dass die Bilder, die vergrößert wurden, zu pixelig aussehen würden, aber dadurch, dass der Betrachtungsabstand ausreichend groß ist, hat alles gut geklappt und unsere Zweifel waren unbegründet.

Wie war Josef Frank als Architekt und Designer?

Er war gegen klassische Gestaltungsregeln und kreierte Dinge ausschließlich aus Liebe zur Schöpfung –  davon inspiriert entstand der Name der Ausstellung „Against Design“. Seine Entwürfe basieren auf den Bedürfnissen der Menschen und wie sie ihr Zuhause und ihren Wohnraum nutzen. Die damaligen Designer wollten alle Möbel miteinander verknüpfen, während Josef Frank daran glaubte, dass Möbel als Einzelstücke dienen und individuell für sich selbst sprechen sollten. Das ist etwas, woran er sein Leben lang festgehalten hat.