
Das Engagement von Big Image in den Beneluxländern hat einen Namen: Hans van Dijk.
Das gibt rauchende Köpfe. Immer, wenn Hans van Dijk seinen Fuß in die Stahnsdorfer Produktionshalle setzt, bricht kreative Unruhe aus. Die Frage ist dann nicht, das, sondern was der 1,90-Mann aus Amsterdam aus seinem Koffer zaubert. Stoffe und Folien, die noch keiner bedruckt hat. Kundenberater Andreas Paul erinnert sich an handgewebte Seide. „Ein Hauch von Etwas. Wie sollen Farbpigmente darauf halten?“ Sie hielten. Es wurde an der Big Image-Druckmaschine so lange gewerkelt, bis die Farbe stand. Satt und dauerhaft.
Seit 2008 ist das Einmannunternehmen Grande Route XL von Hans van Dijk (
www.granderoute.nl) für Big Image in den Beneluxländern erfolgreich unterwegs. Kunden sind renommierte TV- und Filmstudios, Bühnen wie die Royal Dutch Opera in Amsterdam und die Flemish Opera in Antwerpen. Der 47-Jährige pflegt Kontakte zu Architekten und Interieur Designern. Hotellobbys und –zimmer in aller Welt, auserlesene Bar Lounges, Eventhallen und Museen wie das Amsterdam Tropical Museum tragen so die Handschrift von Big Image.
Der Weg dahin war für den gelernten Grafiker ein Karrieretrip mit Brüchen. Nach dem Studium an der Royal Academy of Arts in Den Haag avancierte er schnell zum Vertriebschef bei einem der größten Anbieter digitaler Drucke in Amsterdam. 1999 gründete er seine eigene Firma, zum Schluss mit fünfzehn Angestellten und vier Druckmaschinen. Acht Jahre später folgte das Sabbatical im textilen Theatergewerbe, die Suche nach einer neuen Firmenphilosophie: Keine Katalog-Ware, sondern individuelle Lösungen.
Wo andere das Risiko scheuen, beginnt die Welt des Hans van Dijk. Auf Preiskämpfe lässt sich der Holländer nicht ein: „Wir wollen die Ideen der Set-, Event- und Dekor Designer realisieren.“ Je schwieriger die Aufgabe, desto größer die Herausforderung. Die kompliziertesten und aufwändigsten Drucke sind genau nach seinem Geschmack. Dafür sucht er passende Maschinen, Technologien – und eben Firmen wie Big Image. Das Treffen 2008 in Berlin war ein Glückswurf. Beide tüftelten an Drucktechniken, beide suchten das Spezielle, die Nische im großen digitalen Printmarkt.
Der Erfolg spricht für den quirligen Lockenkopf: 2009 pushte er seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auf das Doppelte. Und das in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise. Grande Route XL – der Firmenname ist Programm.