So schuf Werner Big Image
Die BIG IMAGE Geschichte startet 1980 . Werner Schäfer, damals selbständiger Industriefotograf mit eigenem Farblabor, entdeckte bei einem Fotoauftrag in Australien zum ersten Mal ein grosses Bild auf Stoff. Es war Liebe auf den ersten Blick.
Nicht nur die Grösse und das Material des Fotos hatten es ihm angetan, Werner sah sofort alle revolutionierenden Möglichkeiten die damit verbunden waren, z.B. dass Bilder auf Stoff unempfindlicher und damit leichter zu hantieren sind . Messestände mit Stoffbildern können leicht auf –und abgebaut werden und sind auch mehrmals verwendbar. Diese Einsicht unter anderem machte Werner zu einer Frontfigur in seiner Branche weltweit.
Aus Australien zurückgekehrt forschte er nach der Quelle des grossen Stoffbildes aus Melbourne. Die Spur führte ihn über Los Angeles nach England. Dort hatte gerade eine Untergruppe des Unilever-Konzerns die Generalagentur für das japanische Patent erhalten, grosse Bilder auf Stoff in England zu produzieren und in Europa zu vertreiben. Werner landete fast gleichzeitig mit Europas erstem Grossbildprinter in einem kleinen Ort in der Nähe von Manchester.
Werners kleine Firma, Bildcentrum- Scanaprint AB übernahm die Generalagentur für den Vertrieb grosser Inkjet-Bilder in Skandinavien. Mit einem ausgeprägten Gefühl für Qualität und Farbe stellte er hohe Ansprüche denen die gelieferten Aufträge nicht immer entsprachen. Unzählige Male besuchte Werner die Firma in England um zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Während einiger Jahre war Scanaprint AB grösster Wiederverkäufer von Grossbildern in Europa.
Die Produktion in England stagnierte. Werners Interesse für Grossbildkommunikation wuchs aber immer mehr. Grosse Bilder waren ein neues Phänomen in der Bildgeschichte. Es ergab sich die Möglichkeit einen gebrauchten Printer aus den USA zu kaufen und Werner, dessen Interesse für Bild-und Kulturgeschichte schon in den Jugendjahren in Berlin ausgeprägt war, wollte Bilderlebnisse noch grösser machen.
1987 im Herbst, wurde der Printer in einer leeren Fabrikhalle aufgestellt. Doch trotz sorgfältiger Installation und grossem Enthusiasmus zeigten sich schnell die ersten Schwächen und Fehler der Maschine. Aufträge konnten nicht ordnungsgemäss durchgeführt werden. Keine Aufträge – Kein Geld. Kein Support der Firma die die Maschine an uns verkauft hatte.
Ein richtiger Backlash sozusagen.
Aufgeben oder weitermachen ?
In vielen schlaflosen Nächten wuchs die Entscheidung, alles auf eine Karte zu setzen.
Das führte dazu, dass Werner die Technologie der Grossbildprinter sich zu eigen machte
und sie weiter entwickelte. Mit der Hilfe von zwei Studenten der technischen Hochschule in Stockholm, die ihre Examensarbeiten bei uns machten und dann noch etliche Jahre bei Big Image arbeiteten, wurde die Technik radikal verändert. Die zuvor analoge Technik wurde auf digitale Computersteuerung umgestellt. Big Image, wie die Firma inzwischen hiess, entwickelte eigene Maschinen und wurde mit der modernisierten Airbrushtechnik einzigartig für den Theatermarkt weltweit. Im Laufe der Jahre hat
Big Image mit vielen Studenten verschiedener Fakultäten zusammengearbeitet. Und hat man einmal das Flair bei Big Image geschnuppert ist die Chance gross, dass man bleibt. Geschäftführer Andreas Skantze war ein 18jähriger Schüler mit Computerinteresse als er in den Ferien bei uns anfing. Werners Frau Margrit und Sohn Tomas nahmen in den ersten Jahren aktiv Teil am Aufbau der Firma. Die Töchter Johanna und Anne Susan haben heute Schlüsselpositionen im Familienbetrieb. Der Stahnsdorfer Betrieb wird von Manfred Müller geleitet, der bereits seit der Gründung 1995 zum Team gehört und sich in allen Abteilungen auskennt.
1998 zog Big Image in die jetzigen Räume , ein alter Flugzeughangar, an Hägernäs Strand in Täby, ein. 1995 startete Werner Big Image´s Tochtergesellschaft in Berlin. Heute arbeiten in beiden Betrieben ca 60 Personen mit einem immer noch wachsenen Markt.
Werners Rolle heute ist die des Inspirators, während Tochter Johanna und Geschäftsführer Andreas sowie Manfred Müller die Familienbetriebe leiten und die Vision weiterführen; - die Welt interessanter zu machen durch Bilder , die die Menschen berühren, so dass das Erlebnis immer die Grösse noch übertrifft.